LEPIDOPTERA  Schmetterlinge im Silberwald
 
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  01 Familie – Nymphalidae – Fleckenfalter – Edelfalter
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  01.01 ADMIRAL Vanessa atlanta - Wanderfalter
      Flügelspannweite 50-65 mm
  Beschreibung   Auf dunklem Grund leuchtend rote Binde und weiße Zeichnung, Unterseite mit kompliziertem, dunklen Muster, perfekt als Tarnung
  Vorkommen   Im Mischwald auch Gärten,
Mai - Okt. - als Wanderfalter überwintert er nicht, Richtung der Abwanderung bestimmt vorherrschende Windrichtung (bis in Höhe von 2500m), um besser zu gedeihen weicht er trockenen Perioden aus.
  Nahrung   Raupe benötigt Brennessel, geschlüpfter Falter saugt bevorzugt an überreifen Pflaumen.
     

     
  01.02 KLEINER FUCHS Aglais urticae
      Flügelspannweite 35-50 mm
  Beschreibung   Rotbraune Grundfarbe mit schwarzen und weißen Flecken, am Rand der Flügel eine Reihe von blauen Flecken.
  Vorkommen   Vielfach auf Wiesen, offenem Gelände bis zu 3000m Höhe, in 2-3 Generationen.
  Nahrung   Raupe benötigt Brennesseln, Falter verschiedene Blüten und saugt am Obst.
     

     
  01.03 KASIERMANTEL  Argynnis paphia
      Flügelspannweite 60-80 mm (größter mitteleurop. Perlmutterfalter)
  Beschreibung   Braun/rot gefärbt mit einer Zeichnung aus schwarzen Flecken und Strichen.
  Vorkommen   Abseits der Zivilisation auf Waldlichtungen, Falter fliegen in einer Generation im Hochsommer, Eiablage bis in 2m Höhe unter Rindenschuppen der Kiefer und Fichte.
  Nahrung   Raupe lebt auf verschiedenen Veilchenarten und überwintert, Falter bevorzugen unter vielen Blüten die der Disteln.
     

     
  01.04 LANDKÄRTCHEN  Araschnia levana
      Flügelspannweite 30-40 mm
  Beschreibung  

Mit lebhaft bunter Zeichnung, die bei den Frühjahrsfaltern auf rot/braunem Grund vorkommt, im Sommer auf schwarzem.
Flügelunterseite mit vielen Linien - daher die Namensbezeichnung.
Die jahreszeitlich bedingte unterschiedliche Entwicklung in der Farbgebung nennt man Saisondimorphismus

  Vorkommen   bevorzugt feuchte Waldränder. Flugzeit von Mai bis Juni und Juli bis August.
  Nahrung   Raupe benötigt die Brennessel, der Falter verschiedene Blüten.
     

     
  01.05 TAGPFAUENAUGE Inachis io
      Flügelspannweite 50-60 mm
  Beschreibung   4 große Augenflecken ,auffallend schillernd auf rot/braun gefärbtem Grund
  Vorkommen  

Überall auf offenem Gelände und im Gebirge bis zur Waldgrenze, in 2 Generationen.
Die Falter erscheinen mit den ersten Blüten zeitig im Frühjahr! Sie sind lokale Wanderer.

  Nahrung   Raupen bevorzugen Brennesseln, die Falter besuchen verschiedene Blüten.
     

     
  01.06 TRAUERMANTEL Nymphalis antiopa
      Flügelspannweite 65-75 mm
  Beschreibung  

Überwiegend dunkelbraun/violett mit leicht gezacktem Flügelrand mit hellgelben Band, anschließend schwarzes Band mit blauen Flecken, Unterseite schwarz.

  Vorkommen  

In offenen, feuchten Laubwäldern bis in Höhe von 2000m. Überwintert in Astlöchern und Mauern, fliegt in einer Generation ab Juli oder nach der Überwinterung bis Juni.

  Nahrung  

Die Raupe ernährt sich von Birken- und Weidenblätter, der Falter von Baumsäften und Fallobst.

     

     
  01.07 STIEFMÜTTERCHEN-PERLMUTTERFALTER Argynnis niobe
      Flügelspannweite 50-60 mm
  Beschreibung  

Auf rot/brauner Grundfarbe stehen zahlreiche dunkle Flecken, silbern wie Perlmutt schimmernde Flecken auf der Unterseite.

  Vorkommen  

lebt nur im Wald oder seiner Nähe. Falter fliegt in einer Generation im Juni und Juli.

  Nahrung   Raupen leben an Veilchenarten, die Falter besuchen Blüten.
     

     
  01.08 BLAUSCHWARZER EISVOGEL Limenitis reducta
      Flügelspannweite 50-60 mm
  Beschreibung  

Dunkelbraune Grundfarbe mit weißen Fleckenbinden, auf der Unterseite schwarzblaues, netzartiges Muster auf gelbbraunem Grund.

  Vorkommen   Im Mischwald, bevorzugt mildere Gebiete, bildet 2 Generationen.
  Nahrung  

Exkremente und Baumsäfte, nie Blüten. Raupen benötigen das Geißblatt im tiefen Dunkel des Unterholzes.

     

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  02 Familie – Pieridae – Weißlinge
     
  02.01 ZITRONENFALTER Gonepteryx rhamni
      Flügelspannweite 50-55 mm
  Beschreibung  

Flügelpaare mit Spitzen, beim Männchen in der Farbe zitronengelb, Weibchen gelblich/weiß gefärbt mit orangenen Mittelpunkt.

  Vorkommen  

Im Wald und Waldnähe, auch im Busch- und Parkland. Fliegt in einer Generation.
Fallen in Sommerruhe und Winterschlaf, freihängend am Zweig. Erscheinen früh im Jahr in einer dritten Flugperiode zur Eiablage.

  Nahrung  

Die Falter besuchen Blüten, die Raupen leben am Faulbaum und Kreuzdorn.

     

     
  02.02 RAPSWEISSLING (Grünadriger Weißling) Pieris napi
      Flügelspannweite 40-50 mm
  Beschreibung  

Weißer Falter mit leichter schwarzer Zeichnung oberseitig, die Adern auf der Unterseite der Hinterflügel sind grünlich bestäubt.

  Vorkommen  

Wiesen, Laubwaldrändern, feuchte Täler, in 3 Generationen

  Nahrung   Raupen leben auf wildwachsenden Kreuzblütlern, Falter besuchen Blüten.
     

 
  03 Familie – Hesperiidae – Dickkopffalter
     
  03.01 GESTRICHELTER BRAUNKOPFDICKFALTER Thymelicus lineola
      Flügelspannweite 25-35 mm
  Beschreibung  

Flügel sind ockerbraun mit dunkleren Rändern und dunkleren Schrägstrich am männl. Vorderflügel, das Weibchen ist auf der Vorderseite mit gelbbraunen Flecken ausgestattet.

  Vorkommen  

In einer Generation von Juni – August auf Wiesen, Lichtungen und Kahlschlägen.

  Nahrung  

Falter saugt an Korbblütlern wie Disteln, Flockenblumen Nektar, Raupe lebt auf Gräsern.

     

 
  04 Familie – Satyrinae – Augenfalter
     
  04.01 KLEINER MOHRENFALTER Erebia gorge
      Flügelspannweite 35-40 mm
  Beschreibung  

Dunkelbrauner Falter mit rotbraunen Binden, in denen kl. weißgekernte Augenflecken stehen.

  Vorkommen  

Tritt an steinigen Gebirgshängen auf, bis in einer Höhe von 3000m, fliegt in einer Generation im Juni bis August.

  Nahrung   Falter sucht das Habichtskraut und die Raupe lebt auf verschiedenen Gräsern.
     

     
  04.02 PERLGRASFALTER Coenonympha arcania
      Flügelspannweite 30-40 mm
  Beschreibung  

Ockerbräunlich mit dunkleren Flügelrändern, auf der Unterseite der Hinterflügel weiße Binde mit mehreren mehrfach geringten Augenflecken.

  Vorkommen   In Waldgebieten in einer Generation.
  Nahrung   Verschiedene Blüten, gerne bei Himbeeren, Raupe lebt an Gräsern.
     

     
  04.03 OCHSENAUGE Maniola jurtina
      Flügelspannweite 50-60 mm
  Beschreibung  

Dunkelbrauner Falter mit je einem kleinen Augenfleck auf den Vorderflügeln, auf Unterseite ist der Augenfleck auf hellerem Grund deutlicher.

  Vorkommen   Auf Wiesen in 2 Generationen
  Nahrung   Besucht Blüten, Raupen sitzen an Gräsern.
     

 
  05 Familie - Lycaenidae – Bläulinge
     
  05.01 FAULBAUMBLÄULING Celastrina argiolus
      Flügelspannweite 25-30 mm
  Beschreibung  

Flügeloberseite bei Männchen und Weibchen hellblau gefärbt, bei den Weibchen reicht Blaufärbung nicht bis zum Flügelrand, unterseits sind die Flügel weißblau gefärbt und mit einer unauffälligen schwarzen Zeichnung.

  Vorkommen  

Ein typischer Laubwaldbewohner, fliegt in 2 Generationen, schlüpft zeitig im Frühjahr.

  Nahrung  

Falter sucht in Blüten nach Nektar, z.B. Brombeere, Heidekraut, holt Mineralsalze aus Tierkot, Raupe lebt im Faulbaum oder in den Brombeeren.

     

 
  06 Familie - Geometridae – Spanner
     
  06.01 NADELHOLZBAUMSPANNER Peribatodes secundaria
      Flügelspannweite 30-35 mm
  Beschreibung  

Braungraue Flügeloberseite mit dunkleren welligen Linien durchzogen, rindenartiges Aussehen, Unterseite heller.

  Vorkommen   Lebt in Mischwäldern, in einer Generation im Juni-Sept.
  Nahrung   Falter sucht Blüten in der Dämmerung auf, Raupe lebt in den Nadelbäumen.
     

 
  07 Familie – Papilionidae – Ritterfalter
(der beindruckendste und farbenprächtigste Falter der Welt, mit besonderen Merkmalen ausgestattet)
     
  07.01 SCHWALBENSCHWANZ Papilio machaon
      Flügelspannweite 50-75 mm
  Beschreibung  

Gelb und schwarz gemustert, mit blauer Binde und 2 roten Augenflecken an den Hinterflügeln, an diesen sitzen je ein schwarzgefärbtes Schwänzchen.

  Vorkommen  

Auf mageren Grünlandbeständen bis in 2000m Höhe, lieben Bergkuppen wegen Aufwinde und Partnersuche (Gipfelbalz), leben in 2 Generationen.

  Nahrung  

Die Falter saugen an Blüten, die Raupe lebt in den doldenblütigen Pflanzen, z.B. wilde Möhre, Dill, Fenchel.

     

 
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